Unterschiede in der Verarbeitung

Wie in jedem anderen Handwerksbereich auch können sich "dieselben" Arbeiten grundlegend unterscheiden, auch wenn man als Laie erstmal davon ausgehen könnte, dass ein Verdeck doch ein Verdeck sei.

Dass dem in der Praxis nicht so ist, wollen wir Ihnen an Hand von einigen Beispielen zeigen, bzw. können Sie dann später selber die Unterschiede auf einen Blick erkennen.

    • Reißverschlüsse und Überlappungen

      "Doppelt genäht hält besser" - dieser Spruch hat durch aus seine Berechtigung. Gerade im Bootsbereich, in dem Persenninge und Verdecke im Schnitt 6 Monate im Jahr den Umwelteinflüssen ausgesetzt sind, sollte alles doppelt genäht werden.
      Außerdem nimmt die Naht den ganzen Zug im Stoff auf und muß diesen über viele Jahre aushalten.

      Überlappungen sollen das Eindringen von Regenwasser über die Reißverschlüsse verhindern, gerade auch bei Sturm. Wenn sich aber die Überlappung schon bei leichtem Wind hochstellt oder wegklappt, weil sie nicht verklettet ist, hat sie im Grunde ihren Zweck verfehlt.

      Einfache Verarbeitung eines Verdecks beispielhaft an einem Originalverdeck einer Drago 21 gezeigtEinfache Verarbeitung eines Verdecks am Beispiel eines Originalverdecks einer Drago 21Reißverschlüsse nur einfach statt doppelt eingenäht und dabei auch nicht den Stoff umgelegt; Überlappungen nicht verklettetReißverschlüsse nur einfach statt doppelt eingenäht; Überlappungen nicht verklettet
      Auch hier Reißverschlusstasche nur einfach eingenäht und Stoff dabei nicht umgelegtEinnähen des RV: der Stoff wurde nur durchgeschnitten, nicht umgelegt und nicht doppelt genähtÜberlappung oben stellt sich auf, da nicht verklettet, das Gleiche bei der seitlichen Überlappung.Bei diesem Verdeck sieht man deutlich, wie sich sogar die Überlappung bei leichtem Wind hochstellt - bei Regen undicht

    • Verdeckteile nur aus Scheibenmaterial

      Bei vielen Verdecken sind die Seitenteile nur aus Scheibenmaterial hergestellt, auf die dann zur "Zierde" ein paar Stoffstreifen aufgenäht werden, damit es nicht ganz so auffällt.
      Kostenersparnis: ca. 75% gegenüber der Herstellung aus Verdeckstoff und darin eingenähter Scheiben
      Nachteil für Sie als Kunde: bescheidene Optik und ein nachträgliches schnelles Austauschen der Scheiben ist nicht möglich, da dann das Verdeckteil komplett neu angefertigt werden muss.

      Alle Verdeckteile dieser Rinker bestehen bis auf die Oberteile einzig aus Scheibenmaterial, hinten seitlich mit unten aufgenähtem Stoffstreifen.Seitenteile bestehen ausschließlich aus ScheibenmaterialAuch bei diesem Verdeck bestehen die vorderen Teile ausschließlich aus Scheibenmaterial.Ebenso hier: vorderes Seitenteil und Vorderteil bestehen aus Scheibenmaterial

 

  • Mangelhafte Übergänge und Überlappungen zwischen Verdeckteilen

    Ebenso sind bei vielen Verdecken die Übergänge zwischen den einzelnen Verdeckteilen mehr als mangelhaft ausgeführt, besonders problematisch sind die Übergänge vorderes Oberteil - Vorderteil - vorderes Seitenteil und hinteres Oberteil - Hinterteil - hinteres Seitenteil.

    Teils klaffen an diesen Stellen "Löcher", durch die Sie eine ganze Hand stecken könnten.

    Die Folge: bei Schlechtwetter wird es Ihnen dort massiv ins Boot regnen!

    Problem bei vielen Verdecken: die schlechten Übergänge bzw. Überlappungen - Wassereinbrüche garantiert!Originalverdeck einer Rinker: großes Loch im ÜbergangBei vielen Verdecken können Sie eine ganze Hand bei den Übergängen durchsteckenDie problematische Stelle bei den Übergängen in der Nahansicht Verdeck einer Bayliner 2252: auch hier eine riesige ÖffnungVerdeck einer Bayliner 2252: gleiches ProblemDas Gleiche wiederholt sich HinterteilWassereinbruch und Feuchtigkeit im Boot garantiert

    Zum Vergleich ein Verdeck von uns (achten Sie nicht nur auf die Überlappungen, sondern auch auf die Übergänge zwischen den Verdeckteilen)

    Im Vergleich dazu unsere Verdecke: alle Übergänge überlappt und das Eindringen von Regen ausgeschlossenVerdeck einer Bayliner 185: alles dichtAchten Sie unsere Übergänge zwischen den einzelnen VerdeckteilenAchten Sie auf die Überlappung / Übergänge